Unterzeichnung des Pakts von Amsterdam für nachhaltigere Städte

Unterzeichnung des Pakts von Amsterdam für nachhaltigere Städte

Die EU-Mitgliedstaaten treffen sich am 30. Mai, um den Pakt von Amsterdam zu unterzeichnen und die EU-Städteagenda einzurichten, die Regierungen, Kommunen und Interessenvertreter vereint, um die städtische Nachhaltigkeit zu fördern.

Montag, 30. Mai 2016 — Durch die historische Unterzeichnung des Pakts von Amsterdam bei der Grünen Woche 2016 stehen die lokalen Interessenvertreter im Mittelpunkt der Stadtpolitik. Sie führt zu besseren Investitionen in Schlüsselbereichen der EU-Städteagenda, wie beispielsweise zirkuläre Wirtschaft, nachhaltige Bodennutzung und auf der Natur basierende Lösungen, Anpassung an das Klima, Energieumstieg, Luftqualität und städtische Mobilität.

Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärt:

„Die städtischen Gebiete Europas sind Heimat von zwei Dritteln der EU-Bevölkerung. Dort werden etwa 80 % der Energie verbraucht und bis zu 85 % des BIP generiert. Wir finden dort eine Konzentration von Menschen, Geld, Handel und Industrie sowie das größte Potenzial für ein nachhaltiges Wachstum. Mit der Unterzeichnung des Pakts von Amsterdam kann die Städteagenda der EU Investitionen in Schlüsselbereiche leiten, um umweltfreundliche Arbeitsplätze zu schaffen und unsere Städte zu einem besseren Lebensraum zu machen.“

Die Investitionen in grüne Lösungen stammen vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), wobei bereits 15 Milliarden Euro für nachhaltige Städteentwicklung bis 2020 zugewiesen wurden. Der Gesamtbetrag der Investitionen in Städte ist sehr viel größer, mit geschätzten 50 % vom EFRE, nämlich ca. 80 – 90 Milliarden Euro. Die Förderung von nachhaltigem Transport und innovativen Lösungen ist ebenfalls ein Schlüsselbereich von Horizont 2020, wofür 6,3 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Ein großer Teil der EU-Städteagenda ist der Energie gewidmet. Derzeit verbrauchen die städtischen Gebiete Europas etwa 80 % der Energie, aber ein Großteil davon stammt aus fossilen Brennstoffen. Um das verbindliche Ziel einer Reduzierung des Energieverbrauchs in Gebäuden um 30 % bis 2030 zu erreichen, hilft die EU-Städteagenda der Energieunion, indem Investitionen in Stromnetze, erneuerbare Energie und Energieeffizienz vorgenommen werden, insbesondere für Gebäude. Dies reduziert die Energiekosten für die Einwohner und Unternehmen und schafft außerdem neue Arbeitsplätze in umweltfreundlichen Branchen.

Die Investition in grünere Städte bedeutet gleichzeitig eine Investition in das Wohlergehen der Öffentlichkeit. Parks, grüne Dächer oder ökologische Schallschutzmauern sind Beispiele für Maßnahmen, die dank der saubereren Luft nicht nur die Gesundheit verbessern, sondern auch bessere öffentliche Erholungsräume bieten.

Ljubljana, die Grüne Hauptstadt Europas 2016, hat gezeigt, was möglich ist, indem das Stadtzentrum zur Fußgängerzone gemacht wurde, indem Grünflächen geschaffen wurden und ein Null-Abfall-Ziel eingerichtet wurde. Mollet del Vallès und die portugiesische Stadt Torres Vedras waren die Gewinner des diesjährigen europäischen Wettbewerbs Grünes Blatt – zum Teil auch dank ihrer Mobilitätsstrategien.

Dem Vorbild von Ljubljana, Mollet del Vallès und Torres Vedras können weitere Städte folgen, aber sie brauchen die richtigen Investitionen. Die EU-Städteagenda bietet einen Rahmen, den alle Beteiligten nutzen können, um den Umstieg der Städte in eine sauberere, gesündere und wirtschaftlich lebensfähige Zukunft zu beschleunigen.

All about the European Green Capital Award

The European Committee of the Regions and the Dutch Presidency of the Council of the European Union

Infographic - Day 1

Kontakt

Enrico Brivio

Spokesperson European Commission

Iris Petsa

Press Officer for Environment, Maritime Affairs and Fisheries