Meereskundliche Projekte heben den Wert der „blauen Wirtschaft“ Europas hervor

Meereskundliche Projekte heben den Wert der „blauen Wirtschaft“ Europas hervor

Am 2. Juni ist dem Potenzial der „blauen Wirtschaft“ ein ganzer Tag der Grünen Woche gewidmet, mit zahlreichen Veranstaltungen für alle Interessenvertreter.

Donnerstag, 2. Juni 2016 — Die Meere und Ozeane Europas bieten der Wirtschaft und unserem Wohlbefinden die vielfältigsten Vorteile. Die „blaue Wirtschaft“ stellt 4 % des BIP der EU dar, mit über fünf Millionen Arbeitsplätzen. Neue maritime Aktivitäten demonstrieren derzeit vielversprechende wirtschaftliche Gelegenheiten, wie beispielsweise nachhaltiger Fischfang, Tourismus an den Küsten und erneuerbare Energie.

Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärt:

„Ohne gesunde Ozeane gibt es keine gesunde Wirtschaft. Die EU ist führend auf dem Weg zum nachhaltigen blauen Wachstum. Wir bieten eine Investitionsgrundlage für Meeresenergie, für Biotechnologie und für nachhaltige Aquakultur. 

Was den Abfall im Meer betrifft, investieren wir in Möglichkeiten, das Problem dort in den Griff zu bekommen, wo es entsteht – an Land. Unser Aktionsplan für die zirkuläre Wirtschaft berücksichtigt, wie wir Produktionsprozesse entwickeln können, die die Wiederverwendung von Kunststoff steigern und den Kunststoffabfall reduzieren.“

Einige Beispiele:

Nachhaltiger Fischfang: Lyme Bay Fisheries and Conservation Reserve ist einer der Finalisten des Natura 2000 Awards. Dort ist der Fischfang erlaubt, solange er nicht den Meeresgrund schädigt oder den Naturschutz gefährdet. Die Initiative hat die Biodiversität bereits verbessert, ebenso wie die sozioökonomischen Bedingungen für die Fischer, weil Fang und Größe der Fische zugenommen haben.

Nachhaltiger Tourismus: Kajakfahren, Klettern oder Surfen sind nur ein paar wenige der zahlreichen Erlebnisaktivitäten, die Besucher der wunderschönen Küste des Nationalparks Pembrokeshire anziehen. Mitglieder des Pembrokeshire Coastal Forums erklären den Interessenvertretern, wie ihr Lebensunterhalt von dem gesunden Erhaltungsstatus der Spezies an diesem Standort von Natura 2000 abhängt. Ein Verhaltenskodex und bewährte Verfahren sind darauf ausgelegt, Störungen der großen Vielfalt wildlebender Tiere so gering wie möglich zu halten. Auf diese Weise können Ökosysteme und die lokale Wirtschaft geschützt werden. Beispielsweise ist der Sektor der Schiffsausflugsfahrten zur Beobachtung wildlebender Tiere geschätzte 9,7 Mio. GBP wert.

Maritime Industrie: Das Wiederaufleben der Salzherstellung in Slowenien, die teilweise auch LIFE zu verdanken ist, generiert zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die lokale Gemeinschaft und die Natur. Die jährlich produzierten 3.000 Tonnen Salz basieren auf den Biodiversität-Verfahren der Handwerker. Dabei werden Arbeitnehmer vor Ort beschäftigt und es ist ein geschützter Lebensraum von 5.000 m² entstanden, der jährlich 50.000 Besucher anzieht, die jeweils 6 Euro Eintritt zahlen.

Erneuerbare Energie: Die Ozeane produzieren ständig Energie. Heute ist die Möglichkeit, diese gewaltige Energiequelle zu nutzen, in greifbare Nähe gerückt. Das European Marine Energy Centre (EMEC) auf den Orkney-Inseln, Schottland, hat 14 Prüfplätze mit Anschluss an Stromnetze und mehr Wellen- und Gezeitenkraftwerke entwickelt als jeder andere Standort auf der Welt.

Aus den Investitionen, mit deren Hilfe Meere und Ozeane gesund und produktiv bleiben, ergeben sich zahlreiche Vorteile. Die Finanzierung durch EMFF, ESF, EFRE, LIFE und Nature 2000 schafft weiterhin geschäftliche Möglichkeiten für die „blaue Wirtschaft“ und bringt Europa damit mehr grüne Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum.

Natura 2000 Habitats Spain DE

Sustainable fisheries for sustainable development

Infographic - Day 4

Kontakt

Enrico Brivio

Spokesperson European Commission

Iris Petsa

Press Officer for Environment, Maritime Affairs and Fisheries

#EUGreenWeek

www.greenweek2016.eu

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