Die Preisverleihung für LIFE-Natur belegt, dass sich Investitionen in den ländlichen Raum auszahlen

Die Preisverleihung für LIFE-Natur belegt, dass sich Investitionen in den ländlichen Raum auszahlen

Es gibt verschiedene Projekte, die dazu beitragen, dass unser ländlicher Raum gesund und produktiv bleibt. Am Dienstag, den 31. Mai, werden die besten davon für ihre hervorragenden Beiträge zur Erhaltung der Natur mit Preisen geehrt.

Dienstag, 31. Mai 2016 — Bei der Grünen Woche 2016 werden die besten LIFE-Projekte für den Naturschutz für zwei Kategorien bekanntgegeben: Natur und Biodiversität sowie Umwelt und Information. Im Egg in Brüssel präsentiert Joanna Drake, stellvertretende Direktorin der Generaldirektion Umwelt, die verdienten Gewinner mit ihren Preisen.

Vor der Veranstaltung erklärte Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei:

„Die LIFE-Nature-Awards beweisen, dass bei Investitionen in die Natur das Geld gut angelegt ist. Alle Finalteilnehmer tragen dazu bei, die Umwelt in ihrer Region zu schützen, womit wiederum Arbeitsplätze vor Ort geschützt und Tausende von Touristen angezogen werden. Je mehr wir investieren, desto mehr Ergebnisse können wir erkennen, die zeigen, wie Umwelt und Wirtschaft nachhaltig integriert werden können.“

Unabhängig davon, ob es um die Erzeugung von Lebensmitteln, sauberes Wasser, gesunde Böden oder Klimamoderation geht, die wirtschaftlichen Vorteile des Netzwerks „Natura 2000“ allein werden auf einen Betrag von zwischen 200 und 300 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, während etwa 4,4 Millionen Jobs in der EU direkt von gesunden Ökosystemen abhängig sind.

Branchen wie beispielsweise die Forstwirtschaft und die Landwirtschaft, die sich zusammen auf 80 % der Landfläche der EU erstrecken, gedeihen in einer gesunden Umgebung. Höfe, die auf Biodiversität setzen, können ökologische Vorteile nutzen, wie beispielsweise gesündere Böden, bessere Bestäubung und biologische Schädlingsbekämpfung. All dies reduziert die Notwendigkeit und die Kosten künstlicher Pestizide, Herbizide und Unkrautvernichtungsmittel. Es wurde auch gezeigt, dass die zunehmende Biodiversität auf Höfen die Produktivität verbessert, sodass für die Bevölkerung in der Zukunft eine nachhaltige und sichere Lebensmittelversorgung unterstützt wird.

Die Investition in grüne Infrastruktur bewahrt außerdem das Kapital der Natur, wie beispielsweise durch Abschwächung der negativen Auswirkungen des Klimawandels, was sehr viel wirtschaftlicher ist als alle vom Menschen geschaffenen technologischen Lösungen. Zwischen 1990 und 2010 verlor Europa 300 Milliarden Euro aufgrund von Stürmen und Fluten. Durch die Investition in maßgebliche grüne Infrastruktur, wie beispielsweise Wälder, die als Kohlendioxidsenken agieren, oder gesündere Böden, die Wasser speichern, können jedoch weitere Schäden vermieden werden.

Die Hauptquelle für die Finanzierung eines nachhaltigen Managements natürlicher Ressourcen ist der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), während die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) und Horizont 2020 helfen, nachhaltige landwirtschaftliche Arbeitsweisen zu fördern. Der Naturschutz wird durch von der EU geförderte LIFE-Projekte  unterstützt, die das Ziel haben, unsere ländlichen Gebiete für die kommenden Jahre gesund und produktiv zu erhalten.

Europe's Common Agricultural Policy (CAP): Taking care of our roots

Natura 2000 Habitats Slovakia EN

Infographic - Day 2

Kontakt

Enrico Brivio

Spokesperson European Commission

Iris Petsa

Press Officer for Environment, Maritime Affairs and Fisheries

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