Der Vizepräsident der EU-Kommission spricht über eine verbesserte grüne Finanzierung

Der Vizepräsident der EU-Kommission spricht über eine verbesserte grüne Finanzierung

Jyrki Katainen, Vizepräsident der Europäischen Kommission, wird auf der Grünen Woche in Brüssel darüber sprechen, wie der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) Finanzmittel für umweltfreundliche Projekte mobilisieren kann.

Mittwoch, 1. Juni 2016 — Investition ist ein Schlüsselelement für einen erfolgreichen Umstieg auf eine zirkuläre, CO2-arme Wirtschaft. Am 1. Juni 2016 diskutieren Vizepräsident Jyrki Katainen und die wichtigsten Interessensvertreter darüber, wie wir den Zugang zu Finanzierungen für europäische Unternehmen in umweltfreundlichen Branchen verbessern können, um den Umstieg zu beschleunigen.

Vor der Veranstaltung sagte Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei:

„Wir machen Fortschritte mit der grünen Finanzierung, aber es kann noch mehr getan werden, um vielversprechende Projekte zu unterstützen und den positiven Beispielen in ganz Europa zu folgen. Die Unternehmenskultur muss sich hin zur Nachhaltigkeit bewegen, von den kleinsten KMUs bis hin zu den Fondsmanagern. Damit dieser Übergang stattfindet, müssen wir Anreize schaffen und ein Finanzierungssystem entwickeln, das bei der Entscheidungsfindung Umwelteinflüsse berücksichtigt.“

In den beiden letzten Jahrzehnten haben grüne Investitionsfonds nur 2-3 % der globalen Investitionen ausgemacht. Die EU versucht, grüne Investitionen zu stimulieren, indem innovative Lösungen durch den EFSI sowie durch die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) oder spezielle Instrumente wie die Fazilität für Naturkapital (NCFF) oder LIFE finanziert werden. Die Mobilisierung des Zugriffs auf Finanzmittel für umweltfreundliche Projekte ist nur ein Teil der Gleichung. Finanzmärkte sind suboptimal und gefährdet, wenn wir sie nicht nachhaltiger gestalten. Um langfristiges Wachstum zu sichern und den Umstieg auf eine zirkuläre Wirtschaft zu vereinfachen, muss sich das gesamte Finanzsystem weiterentwickeln und systematisch bei allen Investitionsentscheidungen die Folgen für die Umwelt berücksichtigen.

Die zirkuläre Wirtschaft ist ein vielversprechender Sektor für die Entwicklung neuer Quellen für nachhaltige Beschäftigung und Wachstum. Unternehmer können sich auf die Wiederverwendung und das Recycling bestimmter Produkte spezialisieren, während große Firmen damit beginnen können, Ressourcen wiederzuverwenden, um die Kosten zu reduzieren, neue Ertragsströme zu finden und ihren Umweltfußabdruck zu verbessern. Der Wert des Ganzen ist bereits jetzt zu erkennen.

Am 1. Juni gibt eine Gruppe von Firmenchefs zusammen mit Kommissar Vella eine kurze Presseerklärung ab, was das Engagement des Einzelhandelssektors betrifft, in eine zirkulärere Wirtschaft zu investieren. Sie sind Teil des Retail Forums, einer Plattform mehrerer Interessensvertreter, die eingerichtet wurde, um sich über Best Practices in Hinblick auf die Nachhaltigkeit auszutauschen. Mit solchen Aktionen werden mehr private Finanzierungen durch öffentliche Unterstützung mobilisiert, sodass Banken wieder mehr Vertrauen haben, umweltfreundliche Projekte zu finanzieren,und schließlich den Umstieg auf eine zirkuläre Wirtschaft zu vereinfachen sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa zu stimulieren. 

Circular Economy… it’s the way forward

The Juncker Plan for Investment in Europe: What is the EFSI?

Infographic - Day 3

Kontakt

Enrico Brivio

Spokesperson European Commission

Iris Petsa

Press Officer for Environment, Maritime Affairs and Fisheries

#EUGreenWeek

www.greenweek2016.eu

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